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Landsitzung 2017 in Walkringen

 

Am 12. September laden uns Ursula Aeschlimann und Fritz Baumgartner nach Walkringen zur Landsitzung ein. Nach einer gehaltvollen Einstimmung in der Kirche begeben wir uns zur Friederika-Stiftung, die in Walkringen beheimatet ist.

Der Geschäftsleiter, Martin Nobs, und die Bereichsleiterin Hauswirtschaft, Ursula Rüfenacht, geben uns Einblick in das Modell der Friederika-Stiftung. 24 jungen Leuten wird die Möglichkeit geboten, eine Anlehre in verschiedenen Berufen zu absolvieren. Diese Jugendlichen haben grössere und kleinere Defizite, meist schulischer Art. Sie wohnen im Internat und können in geschütztem Rahmen ihre Ausbildung absolvieren.

Nach dem "theoretischen Teil" haben wir Gelegenheit, die Räume zu besichtigen, z.B. die Schreinerei oder die Küche. Dort werden nicht nur leckere Essen zubereitet, sondern auch für Aussenstehende Cateringangebote erledigt.

Die Landwirtschaft, die angegliedert ist, verkauft ihre Produkte, ebenfalls die Gärtnerei. So kann man zum Beispiel im Frühjahr hochwertige Setzlinge für den Garten erstehen.

Zum Schluss erhält ein jeder Besucher eine Tragtasche mit Produkten. Tief beeindruckt von den Leistungen des Personals, aber auch der Lernenden, verlassen wir das Haus. Interessierten sei die Homepage der Stiftung sehr empfohlen. Es lohnt sich, dort zu verweilen!

Nun geht es weiter in die Sterne, resp. in den "Sternen". Das Restaurant gehört der Kirchgemeinde. Dort werden wir mit einem reichhaltigen Buffet verwöhnt. Zubereitet haben es die Jugendlichen von der Stiftung. Es ist wirklich beeindruckend, was sie liebevoll hergerichtet haben.

Ein ganz herzliches Dankeschön der Kirchgemeinde Walkringen, und vor allem den Organisatoren!!

Tief bereichert verlassen wir Walkringen. Diese Landsitzung wird allen in guter Erinnerung bleiben.

 

Landsitzung 2016 im Haus der Religionen

 

Die Mitglieder des Vereins Kirchliche Mitte hatten Gelegenheit, am 14. September 2016 im Rahmen ihrer jährlichen Landsitzung in Begleitung ihrer Partner/innen das Haus der Religionen am Europaplatz in Bern zu besuchen. Insgesamt 30 Personen nahmen an diesem Anlass teil.

 Das 2014 eingeweihte "Haus der Religionen-Dialog der Kulturen" wird durch einen gleichnamigen Verein geführt. Dieser fördert insbesondere den Dialog der Kulturen. Im Verein sind folgende acht in der Region verankerte Gruppen der Weltreligionen vertreten:

Aleviten, Baha'i, Buddhisten, Christliche Kirchen, Hindus, Muslime, Jüdiche Gemeinde und Sikh.

Diese Gruppen arbeiten auf der Basis einer vertraglichen Regelung mit dem Verein zusammen. Mit dem Haus der Religionen besteht am Europaplatz ein weltweit einzigartiges Gesprächs- und Begegnungszentrum für die verschiedenen Bevölkerungsgruppen und Glaubensgemeinschaften. Neben dem Dialogbereich haben fünf Glaubensgemeinschaften - Aleviten, Buddhisten, Christen, Hindus und Muslime - ihre eigenen Kultusräume eingerichtet.

Die Besucher der Kirchlichen Mitte wurden zu Beginn durch den Geschäftsführer des Hauses der Religionen, Daniel Leutwyler, begrüsst und durch das Haus geführt. Dabei wurden ihnen auf interessante Art und Weise Grundidee, Geschichte und Funktionsweise des Haus hähergebracht. Anschliessend konnten entweder den Kultusraum der Hindus oder jenen der Buddhisten besuchen. Dort bekamen sie eine Eifführung durch Geistliche dieser Religionen. Dem Internet ist zu entnehmen, dass Buddhismus und Hinduismus zwei Weltreligionen sind, die beide aus Indien stammen und in manchen Punkten übereinstimmen, in anderen aber auch stark voneinander abweichen.Im Zentrum beider Religionen steht die Erleuchtung. Die verschiedenen buddhistischen Richtungen lehrer den Weg der Achtsamkeit und der Meditation. Dabei wird das Ziel die Eisicht in die Grundtatsachen allen Lebens und die sich daraus ergebende Überwindung des leidhaften Daseins angestrebt. Der Hinduismus steht eher für lebensfrohe Feste, viele Götterstatuen und verschiedene Formen von Yoga als Wege zur Erleuchtung.

 

Abschliessend wurde im hauseigenen Restaurant Vanakam ein z'Vieri mit Kaffee und frisch gebackenen Kuchen serviert.

Der Besuch des Hauses der Religionen dürfte für alle Teilnehmer/innen eine Bereicherung gewesen sein und kann nur weiterempfohlen werden. Weitere Informationen siehe unter www.haus-der-religionen.ch.

Besten Dank an Ruth Schoeni für die Organisation des Besuchs!

Ueli Hug, Rüti b.B.

 

Landsitzung 2018 in Wiler bei Seedorf

 

An einem seidenen Faden hing die diesjährige Landsitzung bei weitem nicht, denn bei seidenlindem Herbstwetter versammelten sich um die vierzig Vereinsmitglieder auf dem prächtigen Heimet der Familie Friedrich in Wiler bei Seedorf. Eine Seidenraupenzucht zu besichtigen will man sich nicht entgehen lassen, denn sie ist nicht unbedingt alltaäglich. Man findet diese in schweizerischen Landen nur punktuell - eben: gewusst wo!

Die Angereisten konnten sich mit Kaffee, Tee, Brot und Züpfe stärken. Robert Drewes und seine Frau - die beiden hatten diese Landsitzung auf das Beste organisiert - begrüssten die versammelten, frisch gestärkten Neugierigen.

Nach Frau Pfarrerin Vögelis seidenfadengeraden, die seidenfadestarke Hilfe Gottes und seine gnadenreiche Seilschaft verheissenden Worten begaben sich alle erwartungsgespannt über die eindrucksvolle Einfahrt auf die Bühne. Dort befindet sich der alternative Hörsaal, wo Frau Friedrich, unterlegt mit Powerpoint-repräsentativen Bildern, äusserst gekonnt und ausserordentlich anregend über ihr erweitertes Hobby, die Seidenraupenzucht, referierte.Wobei Zucht falsch ausgedrückt ist: Sie bezieht die Maulbeerblätter fressenden Winzlinge schon als kleine Räupchen aus Italien und mästet sie über die restlichen zwei Häutungen und die Verpuppung bis zum Kokon. Dann erfolgt die Verarbeitung der Seidenkokons vom Kochen, dem Abwickeln der Seidenfäden über die Entleimung und Verarbeitung bis hin zu den verschiedenen, qualitativ unterschiedlichen Produkten. Alles wird verwertet, es gibt keine Abfälle dieses wertvollen Materials. Modische seidene Accessoires gingen derweil von Hand zu Hand, nicht ohne hier und dort halluzinogene Wünsche für den Besitz eines solchen in verschiedenen Häuptern zu wecken.

Weil die Raupen äusserst heilkle Kostgänger und diffizile Gäste bezüglich Raumtemperatur und Luftfeuchtigkeit sind, betreuen Friedrichs bloss während der drei Sommermonate bis in den September die Aufzucht. Das reicht für zwei bis drei Mal ungefähr zwölftausend Raupen. In dieser Zeit pflücken Friedrichs zentnerweise Maulbeerblätter aus der Anlage auf der Wiese hinter dem Stall. Im Winter, wenn die Aufzucht eingestellt ist, gilt es, die zahlreichen meterlangen verästelten einjährigen Triebe der Maulbeerbäume mit dem Kopfweidenschnitt zurückzustutzen.

Die in höchstem Masse interessante Führung liess die Zeit im Nu verfliegen; so liess man sich noch so gerne an den gedeckten Tischen vor dem Haus nieder. Das Apéro très riche liess keine Wünsche offen, und bei Züpfe und Brot, Käse- und Fleischteller und weiteren unwiderstehlich feinen Bisschen liess sich

angeregt plaudern.

Traditionsgemäss meldete sich unsere Präsidentin zu Wort, um dem Organisator Robert Drewes und dem Ehepaar Friedrich für den wunderschönen Nachmittag zu danken. Auch der Kirchgemeinde Aarberg wurde für das grosszügig gesponserte Apéro ein herzlicher Dank ausgesprochen. Die Präsidentin brachte uns Grüsse von unserem Synodalratskandidaten Ueli Burkhalter aus Bolivien und wies auf interessante Neuigkeiten aus dem Umfeld der Kirche hin.

Den Hunger eigentlich schon gestillt, schaute man zwischen dorfen und genüsslich essen und trinken nebenbei zu, wie die fleissigen Frauen das Dessertbuffet très, très riche aufbauten - wer wollte da nicht trotzdem zugreifen?Birnen-, Apfel-, Zwetschgen- und andere Kuchen, nicht zu vergessen der dazugehörige Rahm, liessen trotz der zufriedenen Gemütlichkeit langsam Gedanken an die vorgerückte Stunde und den Heimweg aufkommen.

 

                                                                            Vreni Aegerter Müller